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Allah = der eine, einzige Gott PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Samstag, den 19. September 2009 um 17:13 Uhr

 

 

Seine Existenz

 

Es ist sehr interessant festzustellen, dass alle Menschen eines gemeinsam haben, egal ob religiös, atheistisch oder sonst irgendwie eingestellt: Wir glauben alle an irgend etwas! Woher wir kommen, wohin wir gehen oder wie alles entstanden ist. An nichts zu glauben ist dem Menschen fremd beziehungsweise entgegen seiner Natur. Wir müssen einfach glauben, ob wir wollen oder nicht.

Wir können nicht glauben, das alles was uns umgibt, nicht ohne irgendeine Kraft, Macht oder sonstige Initialzündung entstanden ist. Ob wir diesen Initiator nun Kraft, Macht, Spirit, Gott, Allah, oder auch Zufall (Ursuppe) nennen oder ob dieser Initiator nun ein einzelner ist oder aus mehreren Teilen besteht, ist mal vorerst unerheblich. Wichtig, und diese Erkenntnis ist sehr wichtig: Alles, was wir kennen oder noch nicht kennen hat einen bestimmten Verursacher! Die Existenz des Menschen oder sagen wir besser die Existenz des Verstandes aller Menschen ist eigentlich Beweis für die Existenz dieses Verursachers. Wenn sich also alle Menschen auf eine Bezeichnung oder auf einen Namen einigen würden. Wäre die Existenz dieses Verursachers, namens XY eindeutig. logisch und unbestritten.

Das Problem der Namensgebung ist aber nicht das eigentliche Problem. So ist es doch legitim, dass die einen ihn Gott, die anderen Allah und wieder Andere ihn Zufall nennen. Problematisch wird es erst, wenn wir uns über sein Wesen bzw. über seine Eigenschaften und Fähigkeiten unterhalten. Hierin unterscheiden sich die Vorstellungen der Menschen voneinander. Mögliche Fragen hierbei sind:

- Ist Er/Es einer oder besteht Er/Es aus mehreren Teilen?
- Hat Er/Es Wissen, einen Verstand, einen Plan, eine Absicht?
- Hat Er/Es Macht, Kraft oder einen Willen?
- Ist Er/Es lebendig, greift Er/Es in das Weltgeschehen ein oder nicht?

Wie ein Jeder nun sich diese Fragen auch beantworten mag, einen gemeinsamen Nenner diesbezüglich werden wir, wie die Geschichte der Menschheit zeigt, nicht erreichen. Also kann niemand alleine mit seinem Verstand sein Wesen voll ergründen oder beweisen. Was wir mit unserem Verstand einzig und allein können sind gewisse Rückschlüsse von dem Ergebnis seiner Initialzündung (vom Dasein) auf manche seiner Eigenschaften zu schliessen. Beispiel: Bei Betrachtung des Daseins lässt sich eine perfekte Abstimmung der verschiedenartigsten Schöpfungssysteme untereinander und zueinander feststellen. Es scheint also, dass dieser Verursacher Wissen, Verstand, Macht, Kraft und einen Willen hat. So wäre es doch unrichtig und einfach ungerecht ihm den Namen Zufall zu geben! Denn unter Zufall verstehen wir gerade etwas, was diese Eigenschaften eben nicht hat: Kein Plan, keine Absicht, keinen Willen und keine Kraft und Macht, sondern etwas ohne jeglichen Charakter.

Zur Untersuchung der Frage ob der Verursacher die Initialzündung alleine oder ob mehrere Verursacher gemeinsam bewerkstelligt haben, können wir mit Hilfe der Logik und der Beobachtung des Daseins folgende Fälle unterscheiden:

a) Mehrere gemeinsam b) Mehrere autonom c) Einer alleine

zu a) Wenn die Initialzündung durch den gemeinschaftlichen Beschluss und das gemeinschaftliche Tun erfolgt ist, bedeutet dies, dass diese Teile keinen absoluten Willen und keine absolute Macht haben, denn sie sind aufeinander angewiesen. Wir haben aber gerade festgestellt, dass der Verursacher Kraft, Macht, Verstand und einen absoluten Willen hat. Dies bedingt seine absolute Unabhängigkeit, wodurch die gemeinschaftliche Alternative unlogisch ist.

zu b) Wenn die Verursacher autonom und ausgestattet mit allen schöpferischen Fähigkeiten das Dasein jeder für sich geplant und geformt hätten, würde es keine perfekte Abstimmung geben. Nicht in den Systemen und nicht zwischen diesen. Das Ergebnis wäre ein chaotisches, unberechenbares Dasein. Mal würde die Sonne im Osten, mal im Westen und vielleicht mal gar nicht aufgehen. Aber gerade Berechenbarkeit und Perfektion ist dem Dasein gemein. Das manche der Dinge dennoch unberechenbar oder scheinbar nicht perfekt abgestimmt sind, darf über diese Feststellung nicht hinweg täuschen, denn nur weil wir bestimmte Dinge nicht nachvollziehen können oder uns (noch) die nötigen Mittel dazu fehlen, heisst dies noch lange nicht, dass dem Ganzen doch eine Berechnung und eine “höhere, für uns unbegreifliche” Perfektion oder sagen wir mal “Bestimmung” zugrunde liegt.

zu c) Bleibt also nur die Möglichkeit des einen, einzigen Verursachers. Eine andere logische Erklärung gibt es nicht.


Halten wir fest: Wir glauben im Grunde alle an den einen, einzigen Verursacher, der Macht, Kraft, Wissen und einen Willen hat, sofern wir, die uns von der Erschaffung her gegebene, Logik einsetzen. Im arabischen heisst dieser eine, einzige Verursacher - Allah.


Doch welchen Willen hat er genau? Was soll das Ganze? Was sollen wir hier, oder was sollen wir hier nicht? usw...

Auf diese Fragen können wir mit unserem Verstand und der Logik keine Antworten finden, zumindest keine allgemeingültigen. Das würde bedeuten, dass wir diesbezüglich auch keine Verantwortung zu tragen haben, da wir ja dies selber nicht ergründen können. Bedeutet dies, dass dem Ganzen kein bestimmter Wille zugrunde liegt?

“Und Wir erschufen die Himmel und die Erde, und das, was zwischen beiden ist, nicht zum Zeitvertreib.” (Kuran, 44:38)

Wenn wir erkennen, dass dieser eine, einzige Verursacher, oder besser gesagt Schöpfer einen bestimmten Willen hat, wir seinen Willen von unserer Erschaffung her aber nicht selber ergründen können, welche Notwendigkeit folgt wohl logischerweise daraus?

Dass er uns eben seinen Willen mitteilt! Uns eine Botschaft diesbezüglich zukommen lässt. Wie? Durch Gesandte, die wir dann auch als authentische Gesandte erkennen, weil sie mit übermenschlichen Kräften - sogenannten Wundern ausgestattet sind. Ob beispielsweise Noah, Abraham, David, Moses, Jesus oder auch Muhammad, Friede und Segen auf ihnen; alle haben uns von IHM berichtet, Seinen Willen mitgeteilt. Im Kern beinhalten alle herabgesandten Botschaften eine zentrale und unbestrittene Aufforderung Seines Willens: “ Dient nur dem einen, einzigen Schöpfer, stellt IHM nichts bei”.

“Und in jedem Volke erweckten Wir einen Gesandten (der da predigte): «Dienet Allah und meidet den Bösen.» Dann waren unter ihnen einige, die Allah leitete, und es waren unter ihnen einige, die sich Verderben zuzogen. So reiset umher auf der Erde und seht, wie das Ende der Leugner war!” (Kuran, 16:36).

Wie wir genau zu dienen haben, haben die jeweiligen Botschafter bzw. Botschaften im Detail z.T. unterschiedlich, gemäss den unterschiedlichen Erfordernissen, geregelt.

Ab diesem Punkt sind wir also auch verantwortlich für die freiwillige Befolgung Seines Willens: “IHM zu dienen”. Der letzte der Gesandten war Muhammad, Friede und Segen auf ihm. Und weil er als letzter Gesandter allen Menschen geschickt worden ist, hat er ein besonderes Wunder, eben eines für alle Menschen als solches erkennbares Wunder, geschenkt bekommen: Den heiligen Kuran, das unverfälschte und unwiderlegbare Wort Gottes. In ihm spricht Allah nicht nur über viele Dinge, die wir teilweise mit unserem Verstand und der Logik ergründet haben, sondern berichtet auch über die Dinge, deren Unterrichtung wir angewiesen sind. Im besonderen z.B. Sein Wesen, Seine Eigenschaften, Seinen Willen, die Erschaffung des Daseins, unsere Bestimmung, das Jenseits bzw. was uns noch bevorsteht usw...

Muslime glauben an den einen, einzigen Schöpfer, namens Allah, in der Weise, in der ER uns unterrichtet hat. Wir lassen dabei Dinge nicht weg und erfinden auch keine hinzu, sondern Allah ist genau so, wie Er sich im heiligen Kuran dargestellt hat. Denn wer sonst, ausser IHM selber kann IHN richtig erklären?

 

Die Eigenschaften Allahs

 

 

Schon vor vielen Jahrhunderten haben islamische Gelehrte die Wesenseigenschaften Allahs aus dem heiligen Kuran genauestens analysiert und klassifiziert. Diese können in 2 Gruppen unterteilt werden. Einmal in solche, die nur IHM vorbehalten sind (1), und einmal in solche, die Er auch seinen Geschöpfen gegeben hat (2).


(1) Wesenseigenschaften, die nur IHM vorbehaltenen sind (SIFAT-I ZATiYE):

- Anfangslosigkeit (KIDEM): Die Existenz von Allah hat keinen Anfang. Allah existierte bevor er die Geschöpfe erschaffen hat.

- Unvergänglichkeit (BEKA): Die Existenz von Allah hat kein Ende. Er stirbt nicht, vergeht nicht, verändert sich nicht.

- Unabhängigkeit (KIYAM BI NEFSIHI): Allah braucht nichts und niemanden, aber alle Geschöpfe brauchen Allah

- Unvergleichbarkeit (MUHALEFETUN LIL HAVADIS): Allah ähnelt nichts und niemandem auch nicht im entferntesten.

- Einzigkeit (VAHDANIYYA): Allah ist einzig. Er hat keinen Teilhaber.

- Existenz (VUCUD): An seiner Existenz besteht kein Zweifel. Allah existiert ohne Ort und ohne Zeit.


(2) Wesenseigenschaften, die auch seine Geschöpfe z.T. haben können. (SIFAT-I SUBUTIYE)

(seine Geschöpfe sind in diesen Eigenschaften begrenzt und bedürfen eines (Hilfs-)Mittels. ER aber ist in diesen Eigenschaften grenzenlos und ER bedarf keines Hilfsmittels)

- Lebendig (HAYAT): Allah ist lebendig und lebt. Sein Leben ist nicht an Seele, Fleisch oder Herz usw. gebunden. Sein Leben ähnelt nicht unserem Leben.

- Wissen (ILM): Allah weiss alles absolut genau. Er weiss, was geschah, was geschieht und was geschehen wird.

- Hören (SEMI): Allah hört alles ganz genau. Er hört ohne Ohren und ohne andere Hilfsmittel.

- Sehen (BASAR): Allah sieht alles ganz genau. Er sieht ohne Augen und ohne andere Hilfsmittel.

- Sprechen (KELAM): Allah spricht. Ohne Zunge und ohne Lippen. Sein Sprechen ähnelt nicht unserem Sprechen.

- Wille (IRADE): Alles, was Allah will, geschieht und was er nicht will, geschieht nicht.

- Allmacht (KUDRET): Allah ist Allmächtig. Er kann alles tun, was er will, und niemand kann ihn daran hindern.

- Erschaffen (TEKVIN): Allah ist der Erschaffer. Wenn Er etwas erschaffen möchte, dann spricht Er nur: “werde” und es wird.

 

 

Die 99 schönsten Namen Allahs

 

 

“Allah, der Erhabene, hat 99 Namen, einen weniger als 100, wer diese lernt kommt ins Paradies.” lautet ein Ausspruch des Gesandten Muhammad, Freide und Segen auf Ihm (Sahih-i Buhari). Fast alle kommen im Kuran vor. Sie beschreiben auch das Wesen und die Taten Allahs, des Erhabenen. Diese auswendig zu lernen, und IHN situationsbedingt mit seinem entsprechenden Namen anzubeten ist eine sehr heilvolle und wirkungsvolle Tat und wird mit dem Paradies belohnt.

“Sprich: Ruft Allah an oder ruft den Barmherzigen an - bei welchem (Namen) ihr (Ihn) immer anruft, Ihm stehen die Schönsten Namen zu. Und sprich dein Gebet nicht zu laut, und flüstere es auch nicht zu leise, sondern suche einen Mittelweg. Und sprich: Alles Lob gebührt Allah, Der Sich keinen Sohn genommen hat und niemanden in der Herrschaft neben Sich noch sonst einen Gehilfen aus Ohnmacht hat. Und rühme Seine Grösse in gebührender Weise.” (Kuran, 17:110-111)

1 der Erbarmer ar-Raḥmān
2 der Gnädige ar-Raḥīm
3 der König al-Malik
4 der Heilige al-Quddūs
5 der Frieden as-Salām
6 der Sichernde al-Mu'min
7 der Kontrollierende al-Muhaimin
8 der Allmächtige al-Azīz
9 der Unterwerfer al-Dschabbār
10 der Stolze al-Mutakabbir
11 der Schöpfer al-Chāliq
12 der Verwirklichende al-Bāri'
13 der Gestalter al-Muṣawwir
14 der Verzeiher al-Ghaffār
15 der Unterwerfer al-Qahhār
16 der Gebende al-Wahhāb
17 der Versorger ar-Razzāq
18 der Öffner al-Fattāh
19 der Allwissende al-Alīm
20 der Einschließende al-Qābid
21 der Gewährer al-Bāsit
22 der Erniedriger al-Chāfidh
23 der Erhöher ar-Rāfi
24 der Ehrende al-Muizz
25 der Demütigende al-Mudhill
26 der Hörende as-Samī
27 der Sehende al-Baṣīr
28 der Richter al-Ḥakam
29 der Gerechte al-Adl
30 der Milde al-Laṭīf
31 der Kundige al-Chabīr
32 der Nachsichtige al-Halīm
33 der Großartige al-Aẓīm
34 der Verzeihende al-Ghafūr
35 der Dankbare asch-Schakūr
36 der Hohe al-Alī
37 der Große al-Kabīr
38 der Erhaltende al-Ḥafīz
39 der Ernährende al-Muqīt
40 der Berechnende al-Ḥasīb
41 der Majestätische al-Dschalīl
42 der Großzügige al-Karīm
43 der Wächter al-Raqīb
44 der Erhörer al-Mudschīb
45 der Umfassende al-Wāsi
46 der Weise al-Ḥakīm
47 der Liebevolle al-Wadūd
48 der Ruhmreiche al-Madschīd
49 der Erweckende al-Baith
50 der Zeuge asch-Schahīd
51 der Wahrhaftige al-Ḥaqq
52 der Beschützer al-Wakīl
53 der Kraftvolle al-Qawī
54 der Solide al-Matīn
55 der Herrscher al-Walī
56 der Preiswürdige al-Ḥamīd
57 der Aufzeichnende al-Muḥṣī
58 der Urheber al-Mubdi'
59 der Wiedererweckende al-Muīd
60 der Lebensspendende al-Muḥīyy
61 der Tötende al-Mumīt
62 der Lebendige al-Ḥayy
63 der Beständige al-Qayyūm
64 der Seingebende al-Wādschid
65 der Glorreiche al-Mādschid
66 der Einzige al-Wāḥid
67 der Eine al-Aḥad
68 der Absolute as-Ṣamad
69 der Bemessende al-Qādir
70 der Mächtige al-Muqtadir
71 der Vorverlegende al-Muqaddim
72 der Aufschiebende al-Mu'achchir
73 der Erste al-Awwal
74 der Letzte al-Āchir
75 der Offenbarer az-Ẓāhir
76 der Verborgene al-Bāṭin
77 der Schutzherr al-Wālī
78 der Erhabene al-Mutaālī
79 der Gütige al-Barr
80 der die Reue Annehmende at-Tawwāb
81 der Vergelter al-Muntaqim
82 der Vergeber al-Afuwّ
83 der Barmherzige ar-Ra'ūf
84 der Inhaber aller Reichtümer Mālik al-Mulk
85 der Herr der Majestät und der Ehre Ḍhū l-dschalāli wa l-ikrām
86 der Unparteiische al-Muqsit
87 der Versammler al-Dschāmi
88 der Unabhängige al-Ghanī
89 der Befreiende al-Mughnī
90 der Schützende al-Māni
91 der Erzeuger der Not ad-Ḍār
92 der Wohltäter an-Nāfi
93 das Licht an-Nūr
94 der Führer al-Hādī
95 der Erfinder al-Badī
96 der Bleibende al-Bāqī
97 der Erbende al-Wārith
98 der Lenker ar-Raschīd
99 der Geduldige as-Ṣabūr

 

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